Inklusion – hier und jetzt!
Protest-Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf dem Marktplatz Pforzheim
Ein starkes Zeichen für Inklusion setzte der Protest-Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 7. Mai auf dem Marktplatz in Pforzheim. Rund 350 Menschen kamen zusammen, um gemeinsam für gleichberechtigte Teilhabe und Barrierefreiheit einzustehen.
Besonders beeindruckend waren die Protestreden in Gebärdensprache, die von zwei DolmetscherInnen simultan in Lautsprache übersetzt wurden und umgekehrt. So war die Veranstaltung für alle zugänglich und lebte selbst das vor, was sie forderte, echte Inklusion.
Die RednerInnen richteten klare Worte an Politik und Gesellschaft. Inklusion sei kein Bonus und kein „Wenn es passt“, sondern ein Menschenrecht. Immer wieder erklang der Ruf: „Inklusion – hier und jetzt!“
Darüber hinaus erinnerten die RednerInnen daran, dass die UN-Kinderrechtskonvention jedem Kind dieselben Rechte garantiert, ohne Ausnahme und ohne Bedingungen. Und doch erleben Kinder mit Behinderung täglich das Gegenteil. Gleichstellung bedeute nicht, für alle alles gleich zu machen, sondern dafür zu sorgen, dass alle die gleichen Chancen haben. Vielfalt sei keine nette Idee, sondern Realität und diese müsse sich endlich in Schulen und im Alltag widerspiegeln.
Eine weitere Rede betonte den Gemeinschaftsgedanken: Nur gemeinsam könne man eine Gesellschaft gestalten, in der alle Menschen mitmachen können, unabhängig von Alter oder Behinderung. Die UN-Behindertenrechtskonvention garantiere das Recht auf Teilhabe. Wenn Menschen einander helfen, zuhören und zusammenhalten, könne viel erreicht werden.
Drei Kinder und Jugendliche aus Keltern gehörten zu den Rednerinnen und Rednern des Tages. Das Kinderrechtekomitee trug in einer fünfminütigen Rede eindrucksvoll vor, was es bedeutet, wenn Kinder von Anfang an für die Rechte anderer eintreten. Ihr Auftritt machte deutlich, dass Inklusion nicht erst im Erwachsenenalter beginnt.
Auch der Miteinanderwald war mit dabei. ErzieherInnen, Kinder und Eltern trugen gemeinsam das Lied „Anders als du“ vor, eine berührende musikalische Botschaft für Toleranz und Gemeinschaft, die bei den Anwesenden großen Anklang fand.
Der Inklusionsrat Keltern war mit einem eigenen Informationsstand vertreten. BesucherInnen konnten sich dort darüber informieren, wie der Alltag barrierefreier gestaltet werden kann, mit praktischen Tipps und konkreten Ideen für die Gemeinde.
Die Idee zur Gründung des Inklusionsrats Keltern entstand im Rahmen der Arbeit der Gruppe Soziales (Dezember 2018 bis Februar 2019) für das Leitbild der Gemeinde Keltern im Enzkreis. Seither setzt sich der Rat dafür ein, Bewusstsein für das Thema Inklusion zu wecken und zu stärken.
Für gute Stimmung und Aufmerksamkeit sorgte auch Ilselotte, das Maskottchen des Inklusionsrats. Sie war nicht nur vor Ort dabei, sondern begleitet die Arbeit des Rates auch auf Instagram und macht Inklusion so noch sichtbarer in der digitalen Welt.
Der Protest-Tag in Pforzheim hat gezeigt: Inklusion ist kein abstraktes Ziel, sie entsteht dort, wo Menschen füreinander eintreten, miteinander singen, miteinander reden und gemeinsam handeln. Der Inklusionsrat Keltern wird diesen Weg weitergehen.
Inklusionsrat Keltern

Und der Inklusionsrat Keltern e.V. ist mit einem Stand dabei:



